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Deutscher Alpenverein Sächsischer Bergsteigerbund
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Im sächsischen Sandstein werden seit 80 Jahren Sicherungsringe geschlagen.
Genauso lange macht man sich darüber Gedanken verschiedenster Art. Man schlägt sie, zieht sie, man streitet über sie, freut und ärgert sich über sie.
Für alle Erstbegeher, ob erfahren oder Anfänger gilt:
„Beim Schlagen eines Ringes muß gewissenhaft gearbeitet werden,
der Schlagende trägt die volle Verantwortung für die Haltbarkeit seines Ringes.“
Demzufolge muß ein Ring folgende technischen Daten aufweisen:
| Material: | St 37 B2 |
| Profil: | Sechskant Schlüsselweite 22 mm ( von Fläche zu Fläche gemessen ) |
| Länge: | ab Mitte Bohrung 200 mm |
| Bohrung: | > 15,5 mm mit Fasen |
| Querschnittsdurchmesser: | 12 mm |
| Ringdurchmesser: | 50 mm |
| Schweißverfahren: | WIG mit Argon oder E-Hand ( offenes V ) |
| Belastbarkeit | 75 kN ( statisch ) |
| Material: | St 37 B2 oder St 44 |
Hat man eine lohnende Felsfläche entdeckt und die notwendigen Ringe erworben, stellt sich die Frage, wo bringe ich sie wie an.
Wo?
> 50cm über einer Einschnittkante oder über einem Band
> 30cm unter einer Einschnittkante oder unter einem Band
> 30cm neben einer Riß- oder Kaminkante
ca 160cm über Absätzen in Augenhöhe, auf dem Absatz oder Band stehend.
Der Ring ist nicht in brüchigem oder gerissenen Fels zu setzen (Stelle vorher abklopfen).
Wie?
Mit dem Kronenbohrer oder der Bohrmaschine ist ein Loch zu bohren, welches eine positive Neigung zur Felsoberfläche ( auch bei Reibungsflächen ) von 20° aufweist. Das Loch ist mindestens 2 cm tiefer zu bohren als die tragende Schaftlänge. Bei 200 mm Schaftlänge sind es also 220 mm Bohrtiefe. Durch unterschiedliche Dichte des Sandsteins entstehen beim Bohren Felslöcher unterschiedlichen Durchmessers. Das erfordert ein Auslegen des Bohrloches mit Bleistreifen in unterschiedlicher Anzahl. Ob ein Ring zu locker oder zu fest sitzen wird, merkt man bereits 2-4 cm nach Einschlagbeginn. Jetzt kann noch korrigiert werden. Steckt der Ring schon 10 cm tief ist eine Korrektur kaum noch möglich.
Zu fest sitzende Ringe haben „gequetschte Augen“ , der Ring läßt sich nicht mehr bewegen, sternförmige Haarrisse entstehen am Fels oder der Ring steckt nicht bis zum Anschlag im Fels.
Zu locker sitzende Ringe lassen sich mit 4 - 10 Hammerschlägen ziehen.
Zu fest oder zu locker sitzende Ringe können für alle Kletternden eine Gefahr darstellen.
Neben dem Verbleien der Ringe ist auch Einkleben möglich. Dazu wird der Zementmörtel von Hilti HIT-HY50 empfohlen. Das Einkleben erfordert aber eine andere Technologie und Schaftvorbehandlung der Ringe. Informationen zum Kleben sind bei der KTA des SBB zu erhalten.
KTA Jürgen Höfer
| letzte Änderung: 16.04.2012 | ||
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