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Deutscher Alpenverein Sächsischer Bergsteigerbund
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Arthur Treutler
* 4. Juni 1932 in Albendorf im Glazer Bergland (Polen)
Arthur Treutler besuchte bis 1946 die Grundschule in Albendorf, bevor er nach Dresden zwangsumgesiedelt wurde. Dort schließt er nach drei Jahren die Lehre als Maler ab. Es folgen 3 Jahre im Bergbau bei der Wismut. Danach 10 Jahre als Sprengmeister im Steinbruch. Als „Mädchen für Alles“ ist er im Energiekombinat Dresden bis zur Wende beruflich tätig.
Im Jahr 1953 heiratete er seine „Uschi“. Sie haben vier Kinder, wovon eine Tochter im Kindesalter starb. Seine Frau und die Kinder waren wie er vom „Klettervirus“ befallen.
Angefangen hatte alles im April 1962 in der „Schusterbude“ von Fritz Petzold. Arthur Treutler brachte seinen Wunsch „Klettern zu wollen“ vor, füllte die Aufnahmeanträge für sich und seine Frau Ursula aus, besuchte die nächste Beratung der Sektion Wandern und Bergsteigen bei der BSG Empor Löbtau und fand dort einen Kletterer vom Klub Frankensteiner unter dessen Anleitung und Begleitung er kurze Zeit danach seine erste Felswand bezwang. In seiner langjährigen Kletterlaufbahn folgten viele Klettergipfel im sächsischen und böhmischen Sandstein im Schwierigkeitsgrad III bis V. Einen direkten Lieblingsgipfel hatte er nicht, aber am häufigsten besuchte er die Nonne. Seine schwersten Touren, die er im Nachstieg bewältigte, sind der Alte Weg am Teufelund die Weinertwand am Vexierturm. Als schönstes Bergerlebnis bezeichnet er den Blick aus dem Schlafwagenfenster um 6 Uhr morgens, als er erstmals die Gipfel der Hohen Tatra sah.
Unvergessen bleiben auch die Erinnerungen an einen Besuch auf der Zugspitze, auf der er vor der Wende mit einer Besuchserlaubnis der DDR-Behörden anlässlich des Geburtstages seiner Mutter mit Bergfreunden aus München stehen konnte.
Nachdem er im April 1962 Mitglied bei der BSG Empor Löbtau wurde, trat er im November 1962 auch als Mitglied dem TC Frankensteiner 1910 bei. Fritz Petzold als sein Lehrmeister in Sachen Klettersport überzeugte ihn auch davon im Jahr 1973 die Leitung der Sektion Wandern und Bergsteigen mit circa 850 Mitgliedern aus 24 Kletterklubs zu übernehmen. In der Funktion als Sektionsleiter war er bis 1989 sehr engagiert tätig. Er gehörte auch zum Kreis der sieben Teilnehmer, die am 21.12.1989 in der Wohnung von Bernd Arnold in Hohnstein die „Wiedergeburt“ des SBB organisierten und ein Grundstatut erarbeiteten. Arthur Treutler war bis November 1993 ehrenamtlicher Geschäftsführer des SBB. Durch die Krebserkrankung seiner Frau legte er das Amt nieder und pflegte sie bis zu ihrem Ableben im Februar 1994. Ab Pfingsten 1994 stürzt er sich in die Arbeit als Hüttenwart der SBB-Hütte in Saupsdorf (Ankauf durch SBB im Jahr 1993). Acht Jahre der Verwaltung und des Ausbaues der Hütte forderten viel Zeit und Kraft, lenkten ihn aber von den schmerzlichen Erinnerungen an den Tod seiner Frau ab. Er lebt in diesen Jahren auch selbst in der Hütte und den Umgang mit den vielen Besuchern empfindet er als abwechslungsreich und wohltuend.
Im Jahr 2002 zieht er sich vom Amt des Hüttenwartes aus Altersgründen zurück und verbringt nun viel Freizeit mit Wandern, Reisen und seiner Lebensgefährtin Renate.
Der SBB ernennt ihn für seine engagierte Tätigkeit für den Bund im Jahr 1996 zum Ehrenmitglied und zeichnet ihn im Jahr 2000 mit der goldenen Ehrennadel aus.
| letzte Änderung: 16.04.2012 | ||
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