SBB Deutscher Alpenverein
Sächsischer Bergsteigerbund

DAV
Sächsischer Bergsteigerbund    


Ehrenmitglieder des SBB

Dietrich Hasse

* 24.3.1933 in Dresden

 

Dietrich Hasse wurde am 24.März 1933 in Dresden geboren. Während der Nachkriegszeit lebte er in Schöna, Bad Schandau, Sebnitz und Freiberg.
1955 ging er nach Westberlin, später nach München und Stuttgart. In Sebnitz legte er nach der Schulzeit das Abitur ab. Es erfolge in den Jahren 1948 bis 1949 eine Ausbildung als Schweißer und Apparatebauer. Er studierte an der Bergakademie Freiberg sowie der Freien Universität Berlin. Zuerst Fachrichtung Geologie, später Geographie, Biologie und Politik. Beruflich war er als Studiendirektor(zuvor Referendar, Assessor, Studienrat) an Stuttgartern und Münchner Gymnasien tätig.

Verheiratet ist er mit Ursula Hasse, geborene Redehase. Das Foto wurde 2004 aufgenommen.
Vor allem in den fünfziger Jahren zählt er zu den führenden Bergsteigern im Elbsandsteingebirge wie in den Alpen, wo ihm schwierigste Tourenwiederholungen und Erstbegehungen glücken.
Er war bis Ende der fünfziger Jahre Mitglied im sächsischen Kletterverein „Hunskirchler“. Seine Klettergefährten in den sächsischen Felsen sind die „Hunskirchler“ Kameraden mit Bruder Christian Hasse, dann Herbert Richter,  Ulrich Voigt und weitere gewesen.

Zu seinen ausgewählten Erstbegehungen im Elbsandsteingebirge zählen:
Bloßstock-R.-Fehrmann-Gedächtnisweg, Schwierigkeit VIIb(1950)
Kleiner Falknerturm-Nordkante, Schwierigkeit VIIIb
Märchenturm-Geisterkante,Schwierigkeit VIIIb
Falkenstein-Westgrad, Schwierigkeit VIIIb(alle 1951)
Höllenhund-Talweg, Schwierigkeit VIIIa(1955)
Sommerwand-Nordwestwand, Schwierigkeit VIIIb(1957).

Nach dem Verlassen der sächsischen Heimat durchstieg er in den Sextener Dolomiten im Jahr 1958 als Erstbegehung die 550 Meter hohe Direkte-Nordwand- Route(Direttissima) an der Großen Zinne zusammen mit Lothar Brandler, Jörg Lehne und Siegi Löw, eine der schwierigsten Alpenunternehmungen jener Zeit.
Er nahm an Bergexpeditionen 1960 in den Hindukusch, 1969 in die Anden und 1971/72 ins Hoggargebirge der Zentralsahara teil. Seit dem Jahr 1975 gelang ihm mit seinen Kletterfreunden die bergsteigerische Erschließung der nordgriechischen Metéorafelsen, die man inzwischen als ein Zentrum des griechischen Bergsportes bezeichnet.
Dietrich Hasse veröffentlichte zahlreiche Publikationen, die sich mit bergsteigerischen, geographischen und anderen Themen befassen. Bei den sächsischen Bergfreunden besonders bekannt sein 1979 gemeinsam mit Lothar Stutte herausgegebenes Buch “Felsenheimat Elbsandsteingebirge“.  Die Staatsgrenze der DDR konnte die Verbreitung der begehrten Publikation im Osten nur unwesentlich verhindern.  Im Jahr 2000 erschien sein Buch “Wiege des Freikletterns-Sächsische Marksteine im weltweiten Alpinsport bis zur Mitte des 20.Jahrhunderts“, welches ebenso auf ein breites Interesse der kletternden Sachsen gestoßen ist.
Im Jahr 1990 wurde Dietrich Hasse vom 1989 wieder gegründeten SBB zum Ehrenmitglied ernannt.

Die Heimatverbundenheit zu Sachsen lebte immer fort und das Ehepaar Hasse trug über Jahrzehnte kunsthistorische, literarische und geographische Materialien über das Elbsandsteingebirge zusammen. Die rund 1000 kulturhistorisch bedeutsamen Bilder und Dokumente übergaben sie im November 2004 als Hasse –Stiftung dem sächsischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium. Die umfangreiche Sammlung unter dem Titel “ Elbsandsteingebirge – Kunst und Natur“ wird der Öffentlichkeit zugänglich sein und ein Teil der Exponate ist seit dem Jahr 2006, im Schweizerhaus auf der Bastei in einer Dauerausstellung zu bewundern.






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