![]() |
Deutscher Alpenverein Sächsischer Bergsteigerbund
|
![]() |
* 29.10.1910 in Oberwiesenthal
† 17.08.2011 in Dresden
Sie studierte Zeichenpädagogik an der Technischen Hochschule in Dresden und übte anschließend zwölf Jahre Lehramtstätigkeit aus. Dem Alpenverein trat sie als Mitglied im Jahr 1933 bei. Von 1931 bis 1945 unternahm sie Studienfahrten in die Hochalpen. Sie malte im Bernina-, Ortler- und Großglocknergebiet, in den Dolomiten und den Ötztaler Alpen. Dabei entstanden zahlreiche Gipfelaquarelle in dreitausend Meter Höhe. Alle Hochtouren führte sie selbständig, unter Verzicht auf einen Bergführer durch.
So waren ihre Malstudien mit einem strengen, körperlichen Training verbunden, was ihre späteren Unternehmungen begünstigte. Ab 1940 und vor allem nach dem II. Weltkrieg setzte sie ihr intensives Studium in der Landschaft des Elbsandsteingebirges fort. Auf der Suche und Entdeckung von Motiven, neuen, oft schwer erreichbaren Ausblicken, kam es ihr zugute, dass sie selbst Bergsteigerin ist. Mit besonderer Begeisterung setzte sie sich bei gelegentlichen Klettertouren an die Arbeit. Es entstand eine ungezählte Menge von Aquarellstudien. In einem Aufsatz legte Irmgard Uhlig 1955 ihre eigene Anschauung über die künstlerische Gestaltung der Felsenlandschaft dar.
Sie schreibt 1964 im Buch“100 Jahre Bergsteigen im Elbsandsteingebirge“:
Der Schwung und die Begeisterung sind das beste Mittel, um über den pedantischen Naturalismus hinauszukommen. Ohne die intensive Kleinarbeit wäre es nicht möglich gewesen, unser Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz mehrfach auch plastisch in großen Reliefarbeiten darzustellen, einem Randgebiet künstlerischer Gestaltung.
In der Interessengemeinschaft Sächsische Bergsteigergeschichte hielt die Neunzigjährige 2001 einen sehr lebendigen mehrstündigen Vortrag, der ihre vielen Lebenserinnerungen als Bergsteigerin, Alpinistin und Bergmalerin aufzeigte. Ihre Bilder waren auch mehrfach Gegenstand von Ausstellungen in der SBB-Geschäftsstelle in Dresden.
Im Jahr 2000 wurde Irmgard Uhlig für ihr Lebenswerk mit der goldenen Ehrennadel des SBB geehrt und im Jahr 2003 zum Ehrenmitglied des SBB ernannt.
Am 17. August 2011 verstarb Irmgard Uhlig im Alter von 100 Jahren.
| letzte Änderung: 16.04.2012 | ||
|
||