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Deutscher Alpenverein Sächsischer Bergsteigerbund
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Paul Gimmel
* 04.04.1889
† 29.05.1960
Seine Kindheit verbrachte Paul Gimmel als Arbeiterjunge in Berlin. 1910 siedelte er nach Dresden über und heirate Jenny Gimmel, geb. Levi. 1914 wurde seine Tochter Susanne und 1919 sein Sohn Gerhard geboren. Von Beruf war er Kaufmann.
Er liebte die Berge und die Bücher. In 50 Lebensjahren hatte er sich eine Hausbibliothek von über 6000 Büchern zusammengekauft. Hinzu kamen noch seine mineralogischen Sammlungen, seine musikalische Plattensammlung und zahlreiche Kupferstiche.
Im Alter von 32 Jahren wird Paul am 02.08.1921 Mitglied im SBB und ab 07.10.1921 lebenslanges Mitglied im Touristenclub „Wanderlust 1896 (TCW)“. Paul arbeitete im Hüttenauschuss des SBB und im Ausschuss für die Volkshochschulbildung mit. Am 12.01.1926 wird er zum Bundesvorsitzenden des SBB gewählt. Mit überdurchschnittlichen Wissen und großem rhetorischen Geschick ist Paul Gimmel im Bergsport bald ein außergewöhnlicher Organisator und Streiter für den SBB. Ein Verdienst neben vielen Wiedereintritten von Klubs war am 14.07.1925 der erneute Beitritt des SBB zur Interessengemeinschaft Dresdner touristischerVereinigungen (IG) aus welcher der Bund am 04.07.1922 ausgetreten war. Paul Gimmel wurde zum 2.Vorsitzenden der IG gewählt. Neben dem Amt des Bundesvorsitzenden übernimmt er 1929 die vakant gewordene Funktion des Schriftleiters des SBB-Mitteilungsblattes “Der Bergsteiger“. Dieses Amt behält er bis zum 20. März 1934.
Seine Frau Jenny ist Halbjüdin und so ist Paul Gimmel stärker verschiedenen Repressalien ausgesetzt. Am 24. Dezember 1931 erklärt er seinen Rücktritt vom Amt des Bundesvorsitzenden und wird gleichzeitig zum Ehrenvorsitzenden des SBB ernannt. Der Aktivität von Gimmels Freundeskreis war es zu verdanken, dass im Jahr 1939 seine Ernennung zum Ehrenmitglied des Alpenvereins erfolgte. Eine Rehabilitation sozusagen und eine späte Anerkennung für all das, was Paul Gimmel für den SBB getan hat.
1947/48 war er hauptamtlich Geschäftsführerder Einheitstouristenbewegungin Dresden. Ab Herbst 1947 war er Leiter und Geschäftsführer der Volkshochschuleder Stadt Dresden. Ab März 1950 Volkshochschul-Inspektor im Land Sachsen und ab November 1951 Direktor der Volkshochschule Dresden-Land.
Bereits im Rentenalter wurde Paul Gimmel im September 1954 Sekretär derGesellschaft zur Verbreitung Wissenschaftlicher Kenntnisse „URANIA“ im Kreis Dresden –Land mit Sitz in Radebeul.
| letzte Änderung: 16.04.2012 | ||
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