SBB Deutscher Alpenverein
Sächsischer Bergsteigerbund

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Sächsischer Bergsteigerbund    


Tipps zum ersten Besuch im Elbsandstein

Die folgenden Informationen richten sich an Kletterer und Bergsteiger die ihren ersten Besuch in der "Sächsischen Schweiz" planen.


Überblick

Bitte die besonderen Kletterregeln beachten,
Keine Keile Kein Magnesia Nicht bei Nässe
keine metallenen Sicherungsmittel verwenden,
kein Magnesia oder ähnliche Stoffe,
Felss chonende Seilführung und Verzicht auf Klettern bei feuchtem Fels


Sicherungstechnik

Traditionell (und in den sächsischen Kletterregeln festgelegt) wird nur mit den im Weg vorhandenen Ringhaken (Ringen) als fixen Stand- und Zwischensicherungen und an Seilschlingen gesichert. (Das begründet sich natürlich nicht nur im Festhalten an den Traditionen, sondern vor allem auch an den geologischen Gegebenheiten.)
Neben den auch in anderen, vor allem alpinen, Gebieten üblichen Köpfel- und Sanduhrschlingen, finden hier Knotenschlingen als "Ersatz" für Klemmkeile und Friends Verwendung.

Eine weiterführende Einführung dazu findet sich im Internet z.B. unter Gipfelbuch.de


Geologische Besonderheiten

Tiefe Seilriefen im Sandstein
©Foto: Eissner
Tiefe Seilriefen im weichen Sandstein

Sandstein ist sehr weich und leidet daher deutlich sichtbar unter Kletterei und Seilführung.
Es muss daher immer darauf geachtet werden, das Seile möglichst nicht über den Fels laufen, ganz besonders beim Abseilen und Nachholen.
(Kletterregeln dazu ...)
Feine aber brüchige Strukturen
©Foto: Eissner
Feine aber zerbrechlich Strukturen im Sandstein

Sandstein ist auf Grund seines Bindemittels und seiner offenporigen Struktur sehr feuchtigkeitsempfindlich. Er verliert unter Einfluss von Nässe ganz erheblich an Festigkeit und trocknet nur langsam.
Deshalb darf an feuchtem oder noch nicht durchgreifend abgetrocknetem Gestein nicht geklettert werden.
(Kletterregeln dazu ...)



Rechtliche Besonderheiten

Wie überall in den Ländern der Europäischen Union sind auch in Sachsen offene Felsbildungen geschützt, und damit unterliegt auch hier die Kletterei gewissen Beschränkungen. Anders jedoch als in einigen anderen deutschen Regionen ist das Verhältnis zwischen Umweltverbänden, Verwaltung und Kletterern besser und die Kletterei nur in erfreulich geringem Maße beschränkt - umso wichtiger ist ein verantwortlicher und sorgsamer Umgang miteinander und das Respektieren bestehender Beschränkungen und Regeln.
Klettern ist in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz ausschließlich nach den Sächsischen Kletterregeln und nur an den zugelassen Felsen erlaubt. Nähere Auskunft darüber gibt der Standardführer.


Sandstein erleben

Das Klettern im Elbsandstein ist auch Herausforderung und Naturerlebnis! Es ist sicher schwierig, pauschale Tipps für den ersten Besuch im Elbsandstein zu geben aber die Besonderheiten des Gebietes kann man ohne Scheu auch auf eigene Faust erkunden, mann muß nur bereit sein, sich mit den etwas anderen Bedingungen und lokalen Besonderheiten vertraut zu machen.
Ein gebuchter Kletterkurs ist dafür oft nur auf den ersten Blick eine gute Idee. Kommerzielle Kurse vermitteln oft nur wenig von den Besonderheiten des sächsischen Kletterns. (Das liegt oft einfach daran, dass sich Kurse eben nur rentabel mit größeren Gruppen und mehreren parallelen Top-Ropes auf kleinem Raum durchführen lassen, für beides ist die Sächsische Schweiz eher ungeeignet.)
Die Hürde für das eigene Entdecken ist niedriger, als es auf den ersten Blick scheint. Die zusätzliche Ausrüstung (Knotenschlingen) ist nicht teuer und das persönliche Risiko gut kalkulierbar, wenn man einige Hinweise für die ersten Wege im Elbsandstein beachtet. Am ehesten ist es vergleichbar mit dem Schritt vom Klettergarten in alpine Routen (wenn auch natürlich ohne die besonderen objektiven Gefahren alpiner Gebirge).

Auch dazu gibt es ausführlichere Tipps für den Gebietseinstieg im Netz, zum Beispiel unter Gipfelbuch.de


Rückmeldungen erwünscht

Wir würden uns freuen, wenn ihr eure Erfahrungen mit dem ersten Elbsandsteinbesuch in die Gestaltung dieser Seiten mit einfließen lassen könntet. Erfahrungen, Vorschläge und Fragen könnt ihr direkt an die Webbetreuung senden. webmaster@bergsteigerbund.de


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