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SBB Der Sächsische Bergsteigerbund |
Sektion des Deutschen Alpenvereins |
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Von Gunter Seifert
Unter diesem Motto stand die diesjährige Busfahrt der Sebnitzer Orstgruppe des SBB Anfang September ins Zillertal, an der sich wieder 49 Bergfreundinnen und Bergfeunde beteiligten.
Als die Reise am Mittwoch, dem 6. September, früh 5 Uhr in Sebnitz begann, fing es an zu regnen. Steffen, unser Busfahrer, verkündete optimistisch, dass wir bis jetzt immer schönes Wetter hatten, wenn die Fahrt bei Regen begann. Nach angenehmer, staufreier Fahrt erreichten wir gegen 14 Uhr unser Ziel, Ramsau im Zillertal.
Nachdem das Hotel bezogen und alle organisatorischen Dinge geklärt waren, ging es auf erste Erkundungen in der näheren Umgebung. Nach dem schmackhaften und reichlichen Abendessen wurde für den nächsten Tag geplant. Nach gutem Frühstück brachte uns der Bus nach Hinterdux, von wo aus es per Seilbahn in drei Sektionen hinauf auf den Hinterduxer Gletscher bis zur Bergstation ,,Gefrorene Wand" in 3250 m Höhe ging. Es war einfach grandios, ringsum Berge, Gletscher und wieder Berge, dazwischen tief eingeschnittene Täler - und das alles bei herrlichem Sonnenschein. Es war einfach eine Augenweide. Einige Teilnehmer unserer Gruppe ließen es sich nicht nehmen und bestiegen den Nordgipfel der Gefrorenen Wandspitzen (3288 m). Der Aufstieg, der mit leichter Kletterei verbunden war, erfolgte über den teilweise mit Schnee bedeckten Südgrat. Einmalige Ausblicke auf die gesamte Zillertaler Gipfelwelt waren ein schöner Lohn für den Aufstieg. In bester Stimmung über das Erlebte und mit Erwartung auf das Kommende ging der erste Tag zu Ende.
Am nächsten Morgen regnete es nach Gewitter in der Nacht bis gegen 7.30 Uhr und ein dichtes Nebel- Wolken-Gemisch ließ kaum etwas von der Umgebung erkennen. Wir entschlossen uns trotzdem zu der geplanten Tour. Zunächst ging es wieder mit dem Bus talaufwärts bis Finkenberg. Die Finkenberger Almbahn brachte uns durch die Wolken bis auf das Penkenjoch (2095 m). Dort standen wir wie in einer Waschküche und konnten keine 20 Meter weit sehen. Nach kurzer Beratung setzte sich der größte Teil unserer Gruppe in Richtung Wangelalm (2128 m) in Bewegung, die wir in einer knappen Stunde erreichten. Die Gebäude der Viehalm waren kaum auszumachen. Während für einen Teil von uns hier der Umkehrpunkt war, machte sich der andere Teil an die Besteigung der Wangelspitze. Nach ca. 45 Minuten Aufstieg durch dicke Wolken war der Gipfel (2420 m) erreicht. Nach einer Gipfelrast mit einer kleinen Stärkung ging es wieder zurück. Schon bei der Gipfelrast rissen die Wolken immer wieder mal für Sekunden auf, was sich beim Aufstieg immer öfter wiederholte. Etwa 13.30 Uhr saßen dann alle gemeinsam und bei guter Stimmung in einer urgemütlichen Alm und genossen die Annehmlichkeiten dieser urigen Einkehrstätte. In leichter Wanderung und bei immer besser werdendem Wetter ging es nun über den Finkenberger Zirben-Panoramaweg, zuletzt bei herrlicher Sonne und traumhaften Ausblicken bis zur Bergstation der Penkenbahn, die uns in luftiger Höhe wieder in Tal brachte.
Als alle abends dann nach einem gemütlichen, volkstümlichen Musik- und Tanzabend im Hotel, der von allen mit viel Beifall begleitet und aufgenommen wurde, zur Nachtruhe gingen, war man sich darüber einig, dass es trotz der Wolken und des Nebels ein schöner und erlebnisreicher Tag war.
Am Sonnabend, unserem letzten Tourentag, brachte uns der Bus nach dem Frühstück nach Hainzenberg zur Talstation der Gerlosstein-Bahn. Diese brachte uns dann zur Gerlosstein-Alm (1620 m), dem Ausgangspunkt unserer letzten Tour. Ziel für die meisten von uns war die 2166 m hohe, steil in den Himmel ragende Gerlossteinwand. Der Gipfel wurde nach und nach von unserer Gruppe über verschiedene Aufstiege ereicht. Das Wetter konnte nicht besser sein, schon seit dem Morgen war kein Wölkchen mehr am Himmel zu sehen. Das war ein Grund mehr für eine ausgiebige und genussvolle Gipfelrast mit traumhaften Sichten auf die majestätische Zillertaler Bergwelt. Anschließend ging es an den doch recht steilen und teilweise beschwerlichen Abstieg zur Alten Kotahorn-Alm. Dort wurden wir mit volkstümlicher Blasmusik, bester Stimmung und kühlen Getränken und von unseren Frauen empfangen, die nach einer kürzeren Tour die Alm schon erreicht hatten.
Auf der Alm wurde aus dem Anlass, dass sich die alte Kotahorn-Alm genau an diesem Wochenende seit 100 Jahren im Familienbesitz befand, wirklich kräftig gefeiert. Sonne, blauer Himmel, Blasmusik und was der Mensch sonst noch zu seinem Glück braucht, für alles war bestens gesorgt. Nur soviel sei hier noch verraten: Es wurden nicht nur Mineralwasser und Buttermilch getrunken.
Als abends alle wieder mit etwas müden Beinen, einem leichten Sonnenbrand, aber doch glücklich und voller Zufriedenheit über das Erlebte beim letzten Abendessen saßen, kam doch etwas Wehmut auf, denn es hieß Abschied nehmen vom Zillertal und von seiner einmalig schöne Bergwelt. Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück wieder in Richtung Sebnitz, wo wir auch wohlbehalten am frühen Abend ankamen.
Ganz sicher werden uns allen die wunderschönen Tage im Zillertal noch lange in guter Erinnerung bleiben.
| letzte Änderung: 08.05.2009 | ||
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